Artikel schließen
16.03.2026

2. Herren: Von Strahlmännern und fahrbaren Kühlschränken: Lune II erringt „Big Point“ in Dissen

TSG Dissen – TSV Lunestedt II 8:8

Trafen sich 5 von 6 Akteuren der Zweiten bereits am Freitag beim 7:9-Auswärtskrimi der Dritten, stand nach kurzer Nacht (bei manchen Akteuren sogar äußerst kurz, wie von Arne geschildert) die weiteste Auswärtsfahrt nach Dissen an. So tauschte ich kurzerhand Kamera- gegen Tischtennistasche, während Thorben seine Wunden vom Vortag leckte und vor lauter Aufregung zur falschen Hose griff. Arne, der den in der Ersten aushelfenden Peter ersetzte, musste gebremst werden, den Bericht der Dritten nicht schon am nächsten Morgen zu verfassen (schneller als ich ist er bekanntermaßen immer). Dennis sorgte nicht nur für frische Trikots für die Hälfte der Mannschaft, sondern machte auch den Bus aus Lunestedt klar. Uwe tankte dem Vernehmen nach ein wenig Zielwasser mit den Sportsfreunden des vorangegangenen Spieltags, und Matze, ja, der schaffte es pünktlich zum Treffpunkt.

In Dissen angekommen, trafen wir ebenfalls auf 5 von 6 Akteur:innen des Hinspiels, einzig Youngster Malanaki wurde durch Spitzenmann Pörtner ersetzt. Die Entscheidung des Vorabends, die Doppel erneut umzustellen, sollte sich hier abermals als Glücksgriff herausstellen. So spielten Arne und ich unser bislang vermeintlich bestes Doppel, unterlagen Pörtner/Muschak dennoch in drei Sätzen (0:3). Uwe und Loocki ließen gegen Lippold und Wehrkamp-Lemke wenig anbrennen (3:0), während das vermeintlich größte Doppel der Liga, bestehend aus Matze und Thorben, eine 2:0-Führung über Rabbe/Hasenpatt in ein 3:2 verwandelte.

Oben konnte ich parallel nur im ersten Satz mit Pörtner mithalten (0:3), während Uwe nach 1:0 und 7:0-Führung über Muschak offenbar ins Trockendock eingeliefert werden musste. Dort wurden ihm nicht nur Satz 2, sondern auch die Sätze 3 und 5 geklaut, weshalb er mit einem 2:3 auf einen neuen Anstrich warten sollte.

In der Mitte siegte Dennis zu seiner eigenen Überraschung recht deutlich über Lippold (3:1), sagte er doch noch vor Beginn des Spiels etwas wie: „Boah, dann spiele ich mal Mitte und darf mir gleich ein 0:3 gegen Jannis abholen...“. Matze entfachte gegen Rabbe abermals seine ungewöhnliche Liebe zur Schnittabwehr ohne Schnitt, blieb jedoch ohne Erfolg (1:3). Vielleicht hätte an dieser Stelle Arnes Zweitschläger, bestückt mit einem „Yasaka Anti Power“, den entscheidenden Vorteil geboten?!

Unten gab’s für Arne gegen Hasenpatt leider nicht viel mehr als Bälle zu holen (0:3). Thorben hingegen sah sich in seinem Spiel gegen Wehrkamp-Lemke nicht nur seinem Gegner gegenüber, sondern scheinbar auch seiner unglücklichen Niederlage gegen ebendiesen in der Hinrunde und einer vergebenen 9:3-Führung im Entscheidungssatz des Vortages. Doch wie es der Sport manchmal so will, orientierte sich Thorben scheinbar unbewusst an Konzeptkünstler Piero Manzoni und machte kurzerhand Scheiße zu Gold. So drehte er ein beinahe verloren geglaubtes Spiel in ein 3:2 und sorgte somit für den 4:5-Zwischenstand nach der ersten Einzelrunde.

Uwe, der durch nette Gespräche mit alten Bekannten scheinbar eine neue Lackschicht verpasst bekommen hatte, gewann kurzerhand gegen Pörtner (3:1) und schickte mich daraufhin gegen Muschak in die Box, gegen den ich in der Hinrunde einen meiner letzten Einzelerfolge feierte. Witzelte ich im Vorfeld noch, dass er im Vorteil sei, da ich dieses Mal nicht die größere Menge an weiblichen Fans im Schlepptau hatte (liebe Grüße an Mutti und Omi aus dem Hinspiel), sollte ich letzten Endes recht behalten und das Spiel lediglich im 3. Satz ausgeglichen gestalten (0:3). Immerhin blieb mir die Gewissheit, dass in meiner Heimat besser gehäkelt wird, als bei Muschaks. 🤭

In der Mitte schnibbelte sich Matze ebenfalls zu einem 3:1 über Lippold, während Loocki Rabbe unterlag (1:3), dem die Duelle gegen Lunestedter wirklich zu liegen scheinen (4:0-Bilanz in dieser Saison).

Arne, der normalerweise durchaus gegen Material zu bestehen vermag, hatte gegen Wehrkamp-Lemke anschließend leider wenig zu bestellen (1:3). Vielleicht verhält es sich bei unserem Lieblingsmathematiker hierbei ja genauso wie wenn er sich verläuft, oder wie er selbst zu sagen pflegt: „verrechnet“.

Machte Thorben in Runde eins noch Scheiße zu Gold, tauschte er gegen Hasenpatt kurzerhand den Namen Behrmann gegen „Strahlmann“ ein und legte gegen eine der besten Spielerinnen des unteren Paarkreuzes, eine blitzsaubere Partie hin (3:0).

Somit schickte er Loocki nicht nur ins insgesamt 8. Spiel binnen 24 Stunden, sondern auch unsere gesamte Mannschaft in das dritte Entscheidungsdoppel in Folge. Nach stetigem Auf und Ab hieß es hier im 5. Satz bereits 8:10, ehe Uwe mal wieder die Kunstschläge auspacken und Loocki mit gutem Rückschlagspiel überzeugen sollte.

12:10, 8:8, Unentschieden und ein Punktgewinn auf der Habenseite, mit dem angesichts der deutlichen Hinrundenniederlage und dem Fehlen Peters nicht zu rechnen war.

Getoppt wurde diese Freude höchstens durch unsere Faszination für den fahrbaren Hallenkühlschrank unserer Gastgeber:innen. Ein entsprechender Antrag beim Spartenleiter ging zwar ein, wurde bislang jedoch nicht weiterbearbeitet, woraufhin Betreuer anderer Mannschaften kurzerhand versuchten, Diebespläne in unsere Köpfe zu pflanzen.

Nach netten Gesprächen mit in der Halle verbliebenen Gästen und einem gemeinsamen Essen im weiten Teilen der Mannschaft bestens bekannten Stammlokal, machten wir uns auf die Heimreise, auf der wir (Loocki) anstatt der ursprünglich geplanten Kneipentour, doch tatsächlich noch Chauffeur für die Sportsfreunde Pörtner und Lippold spielten.

Auf diese Weise sahen wir nicht nur relativ viel von Osnabrück, sondern uns nun auch in der Lage, im Saisonendspurt um den direkten Nichtabstiegsplatz zu spielen.

Während es für Arne, Thorben und Loocki bereits am Folgetag gegen Buxtehude weiterging, geht’s für die Zweite am Samstag, dem 11.04., zu ungewohnter Zeit (19 Uhr) gegen Lüneburg an die heimischen Tische, gegen die wir den nächsten großen Schritt machen können und wollen.

Bis neulich,
Henning

Spielbericht

Weitere beliebte Artikel:
Bericht/Fotos 2. Herren: Lune II beendet Hauptrunde mit einem Heimsieg und schwört sich auf die Reli ein (28.04.26)
Vorstellung/Foto Moritz Marks wechselt zum TSV Lunestedt (23.04.26)
Ergebnisse/Fotos Senioren-Landesmeisterschaften Ü40 bis Ü55 2025/26 (27.04.26)
Bericht/Fotos 2. Herren: Friesisch herbe Klatsche erstickt letzte Chance auf den direkten Klassenerhalt für Lune II (28.04.26)
Artikel schließen Nach oben tsv-lunestedt.de/tischtennis