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1. Damen: Am Ende glücklicher Punktgewinn in Kirchwalsede
Wir traten als Tabellenzweiter auswärts gegen das Schlusslicht Kirchwalsede an. Das
Hinspiel hatten wir mit 10:0 gewonnen. Der Ausgang sollte also eigentlich vorhersehbar sein – war er aber nicht. Wie so oft beim Tischtennis galt folgender Leitspruch: Erstens läuft es anders und zweitens als man denkt.
Kurz zusammengefasst können wir uns nur herzlich bei den beiden Youngstern Jula und Elisa bedanken, die alle fünf Punkte für uns erspielten. Coco und ich gingen hingegen komplett leer aus. Mir gelang nicht einmal ein einziger Satzgewinn!
Der Reihe nach: Den Grundstein für das letztlich glückliche Unentschieden legten Elisa und Jula bereits im Doppel, das sie im fünften Satz für sich entscheiden konnten. Coco und ich agierten völlig schlafmützig und fehlerhaft, konnten aber immerhin einen Satz gewinnen. Mehr war bei der Leistung wirklich nicht drin. Freia, die wieder als moralische Stütze dabei war, hatte die große Freude, diesem Debakel als Zählschiedsrichterin beizuwohnen. Sie muss sich innerlich mehrfach an den Kopf gefasst haben.
Jula wurde in ihren Einzeln nicht wirklich gefordert, gab keinen Satz ab und war wieder einmal zuverlässige und unaufgeregte Punktelieferantin. Elisa sah in ihrem ersten Einzel auch schon wie die sichere Siegerin aus, bekam dann aber zunehmend Schwierigkeiten mit dem schupflastigen Spiel ihrer Gegnerin. Wird der Ball aber erst einmal schnell, würde sie den Punkt wahrscheinlich auch mit Augenbinde und einem am Tisch festgebundenen Bein gewinnen. Die schlafwandlerische Sicherheit, die sie dabei zeigt, ist wirklich beachtlich. Den hart umkämpften fünften Satz konnte Elisa somit glücklich für sich entscheiden, was in der Endabrechnung enorm wichtig war.
Coco verlor in ihrem ersten Einzel die Sätze zwei und drei denkbar knapp und unglücklich, gewann dafür aber den Wettbewerb um den rotesten Kopf des Tages, der sichtbarer Ausdruck ihres Kampfgeistes war. Auch im zweiten Einzel war sie nicht chancenlos, musste aber am Ende ihrer Gegnerin gratulieren.
Meine Leistung an diesem war an diesem Tag leider indiskutabel. Sinnbildlich für den gesamten Auftritt war die Situation, in der ich bei eigenem Aufschlag 9:7 führte, um dann zwei Fehlaufschläge zu produzieren und den Satz zu verlieren. Da lief wirklich nichts zusammen. Dass ich obendrein auch noch ein Handtuch vergessen hatte, komplettierte den gebrauchten Tag.
Somit verhalfen wir unseren sympathischen Gastgeberinnen im letzten Spiel netterweise zum ersten Punktgewinn. Der zweite Tabellenplatz bleibt uns jedoch erhalten. Was wir damit nun anfangen, müssen wir in aller Ruhe überlegen. Ich lege mich jetzt erst einmal für ein paar Tage in die Eistonne.
Nicole