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31.10.2023

5. Herren: Angekommen in der Bezirksklasse

TSV Lunestedt V - TSV Drangstedt 9:2

Ich schaue aus dem Fenster hinaus auf die Bäume in den morgendlichen Regen und ich freue mich. Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es ja trotzdem...

Und ich genieße diesen himmlischen, waldmeisterlichen Geschmack der Götterspeise und beginne so diesen Tag wie der gestrige endete...

...wir standen gestern schon enorm unter Druck. Hatten wir doch unser erstes Spiel nach unserem glorreichen Aufstieg 3:9 gegen Wulsdorf verloren (Fotos). Gleich eine harte Landung auf dem rutschigen Boden der Bezirksklasse!

Ohne unsere nominelle Eins, Zwei und Drei war es zwar ein etwas ungleiches Spiel aber durch unsere kämpferische Einstellung hatten wir den in Bestbesetzung spielenden Wulsdorfern Paroli geboten und wurden schließlich unter Wert geschlagen...

Gestern gastierte nun ein weiterer Mitaufsteiger in der Lune-Hochburg - unser Dauerrivale aus Drangstedt.

In unserer Meister-Saison hatten wir unser Heimspiel nach fulminantem Doppelstart 3:0, sensationeller 7:1 Führung, dann 8:6 und schließlich 9:6 gewonnen. Im Rückspiel war es "Drama pur" und wir verloren 9:7.

Welches Gesicht zeigten wir gestern gegen Drangstedt und mit welcher Mannschaft gingen wir ins Rennen? Diese brennenden Fragen stellt sich sicherlich der geneigte Leser.

Timo fiel leider aus, kam später dazu, coachte und feuerte uns an. Dafür kam Eule von und für oben und zeigt wie immer großen Einsatz – vielen Dank dafür! Die Wehwehchen von Einzelnen wurden an diesem Abend auch vergessen und so hatten wir eine gute Mannschaft aufgeboten.
Auch optisch sahen wir adrett aus. Das lag natürlich in erster Linie an unseren chicken – äh zum Essen kommen wir ja später noch... also es lag an unseren schicken grünen Heimtrikots! Diese fielen auch aus dem Grunde auf, weil der Gast sich optisch etwas anders präsentierte.

Während wir schön einheitlich und wie aus dem Ei gepellt aufliefen, setzten die Drangstedter in ihrer Trikotauswahl mehr auf Individualität und nostalgischen Retro-Look. So waren vier Epochen in vermutlichen jeweils unterschiedlichen Farben zu bestaunen. Während die einzelnen Farben wohl mit dem Fachbegriff ultraverwaschen zu bezeichnen sind, waren wir doch über die Qualität überrascht. Gigantisch – was für Qualitäten es vor vielen Jahrzehnten gab, die bis heute bei fast täglicher Beanspruchung noch halten... Der Gast schien von unserem Modeauftritt aber sehr angetan zu sein, denn nach dem Spiel sagten sie untereinander, sie müssen jetzt mal ihre Trikots gegen neue tauschen.

Apropos Tauschen, um schon eines vorweg zu nehmen - nach dem Spiel haben wir diesmal auf den Trikottausch mit dem Gegner verzichtet...

Naja, gespielt wurde dann gestern auch.

Wir starteten tatsächlich furios. Wir gewannen zum Teil hart umkämpft alle drei Doppel.

Das war mal wieder die halbe Miete. Im oberen Paarkreuz wurde eine starke 2:2 Bilanz eingefahren.
Die Mitte setzte sich schließlich in beiden Einzeln durch. Und Unten hatten wir leichtes Spiel weil der Gegner mit Ersatz angetreten war.

So stand dann überraschend unspektakulär ein in dieser Höhe nicht erwarteter 9:2 Erfolg zu Buche.

Nach dem Spiel wurde dann groß aufgetafelt. Neben Masse wurde auch auf Qualität gesetzt.

Beim Einkauf des Hackepeters reichte eine Schlachterei nicht aus. Die wurde leer gekauft und eine zweite musste noch angefahren werden.

Übrigens: Mit der Veröffentlichung dieser geschriebenen Berichte haben wir ja auch einen gewissen Leer- äh Lehrauftrag. Daher der Hinweis, dass Hackepeter seinen Namen vermutlich von der Wortkombination aus Hackfleisch und Petersilie hat. Die Petersilie wurde lange zum Würzen genutzt und später auch als Deko auf dem Fleisch angebracht.
Das war der kurze lehrreiche Teil des Berichtes.

Bei der Qualität wurde unter anderem auf Meersalz und buntem Pfeffer jeweils aus der Mühle, Ankerkraut Geschmacksmanufaktur Kräuter, Demeter Butter und Biosalate geachtet.

Im Laufe des späteren Abends entstand daraus noch ein lebhafter und mit kleinen Spitzen versehener Meinungsaustausch auf Lunestedter Seite zu den Themen Demeter, solidarische Landwirtschaft, regionale Produkte, Waldorfschule etc.
Unsere Drangstedter Gäste war dabei staunende Zuhörer.

Erst beim Dessert wurde es dann wieder ruhiger. Es gab zum Abschluss zwei XXL Töpfe Götterspeise. Natürlich rot und grün. Rot war noch gefragter als grün.
So blieb noch etwas von meiner geliebten Waldmeister Götterspeise für mich am heutigen Morgen...

Ein lieber Dank wie immer an unsere Lieben zu Hause die unseren Leistungssport und uns so tapfer ertragen. Und wenn die Wogen mal hoch gehen hilft vielleicht ja auch mal was Süßes...

Mit augenzwinkernden Grüßen

Euer Thomas

Spielbericht

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