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1. Damen: Eigentlich keine Chance gehabt und sie ergriffen: Heimsieg gegen Habenhausen
Ohne unsere etatmäßigen Nummern Zwei und Vier (Freia und Coco) mussten wir Zuhause gegen Habenhausen antreten. Sowohl Freia als auch Coco erschienen aber als moralische Unterstützung, und mit Ingeborg und Ulrike konnten wir doch in ordentlicher Besetzung antreten. Bei Habenhausen fehlte außerdem die Nummer Zwei, sodass die Ausgangsbedingungen besser aussahen als zunächst erwartet.
Als auch noch Gerlinde, Martina und schließlich Arne als pflichtbewusster Pressefotograf eintrafen, konnte uns eigentlich schon fast gar nichts mehr passieren. Folgerichtig gewannen wir direkt beide Doppel, wobei Jula und ich noch nie zusammen gespielt hatten, was uns aber nicht weiter störte. Ich musste das tun, was ich mit Freia im Doppel auch immer versuche: Irgendwie den Ball rübermarmeln und die Partnerin den Rest machen lassen. Hat geklappt. Ingeborg und Ulrike funktionierten parallel am Nebentisch als eingespieltes Team.
In der ersten Einzelrunde hatte Jula überhaupt keine Probleme, tat sich im zweiten Einzel etwas schwerer, ließ letztlich aber doch nichts anbrennen und lieferte zwei Punktgewinne.
Für mich hingen im oberen Paarkreuz hingegen die Trauben zunächst wieder einmal zu hoch. Dass ich dabei im ersten Einzel den entscheidenden Fehler selbst erkannte, ihn aber ständig wiederholte, gehört zu den Mysterien meines Spielstils. Die halbhoch auf die gegnerische Vorhand platzierten Bälle wurden mir mit schöner Regelmäßigkeit nicht nur um die Ohren, sondern auch direkt auf den Körper geschossen. Dieser ließ sich aus unerfindlichen Gründen nicht rechtzeitig zur Seite wuchten, was bisweilen komisch ausgesehen haben muss. Jedenfalls brachte ich Freia damit zum Schmunzeln, wie sie mir später gestand. In den entscheidenden Spielphasen brachte ich natürlich auch noch die obligatorischen Fehlaufschläge unter. So kann man nicht gewinnen!
Im zweiten Einzel hackte meine Gegnerin sehr unangenehme Schupfbälle abwechselnd weit in die Vor- und Rückhand. Das gefiel mir überhaupt nicht, sodass ich nach einer 2:0-Führung in den fünften Satz gehen musste. Lehne ich sonst sämtliche Beratungsversuche in den Satzpausen eher ab, rief ich nun laut, dass ich Hilfe bräuchte. Als Reaktion darauf wurden auf der Bank ratlose Blicke ausgetauscht. Gehört habe ich es nicht, aber der dazugehörige Dialog muss ungefähr so gelautet haben: „Gehst du zu ihr?“ „Nein, wieso ich? Was soll ich ihr denn sagen?“ Schließlich erbarmte sich Jula und ich konnte nach ihrer Beratung den Satz anschließend hauchdünn gewinnen. Was wir besprochen haben, weiß ich allerdings nicht mehr so genau.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass mir weder Bälle direkt auf den Körper noch zu sehr in die Ecken platziert behagen. Künftige Sparringspartner beim Training sollten sich also merken, wo ich angespielt werden möchte, um mich bei Laune zu halten!
Ingeborg zeigt sich momentan in bestechender Form und trug mit ihren beiden Punktgewinnen entscheidend dazu bei, den Gesamtsieg eintüten zu können. Dass auch sie ihr zweites Einzel äußerst knapp gewann, gehört zu den glücklichen Fügungen des gesamten Matches.
Ulrike kämpfte wacker, gewann einen Satz und hatte laut eigener Aussage Spaß bei ihren Spielen. Das ist doch schön!
Zwischendurch fragte Arne mich in seiner Funktion als amtierender Kohlkönig, wie früh ich als ehemalige Königin seinerzeit das Essen bestellt habe. Meine unkonzentrierte Antwort: „18 Uhr.“ Arne fing daraufhin laut an zu lachen, zielte seine Frage doch wohl eher auf den Monat ab.
Im Anschluss ließen wir in kleiner Runde den Nachmittag mit kühlen Getränken und dem Schauen des Nordderbys ausklingen. Wir gewonnen, Werder gewonnen (sorry Loocki!), Klassenerhalt für die Erste. Was will man mehr? Von einem gewissen Mitbewohner werde ich nun allerdings permanent darauf hingewiesen, dass wir Tabellenzweiter sind aufsteigen könnten. Ja, ja... ich könnte mir auch ein Loch ins Knie bohren und Marmelade reinschmieren!
Nicole