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08.03.2026

2. Herren: Lune II erobert Relegationsplatz nach drittem 9:7-Heimsieg in Folge

TSV Lunestedt II – FC Hambergen 9:7

Am vergangenen Samstagnachmittag empfingen wir die Sportsfreunde aus Hambergen zum Lokalderby. Waren wir dort in der Hinrunde bereits in der Lage, die letztmögliche Chance auf den Klassenerhalt zu ergreifen und uns eine derartige Rückrundenposition überhaupt erst zu erarbeiten, waren wir nun abermals zum Siegen verdammt.

Die Gäste mit derselben Aufstellung wie in der Hinrunde, wir mit derselben Band wie vor zwei Wochen gegen Hude II.

Hambergen schickte zweitmalig in der Rückrunde ihr altes Einserdoppel ins Rennen, wohingegen wir kurzerhand mal umstellten. Hatten wir uns mit derartigen Experimenten in der Vergangenheit doch häufiger selbst ins Bein geschossen, sollte es an diesem Tag vielleicht das Zünglein an der Waage sein.

Das neuformierte Einserdoppel, bestehend aus Uwe und Loocki, legte jedenfalls auf Anhieb los wie die Feuerwehr und gab gegen Raudszus und Siemer in Summe nur 16 Punkte ab (3:0). Matze und meine Wenigkeit blieben bei unserem Debüt gegen Spiewack/Burmester doch deutlich hinter einem durchaus gegebenen Potenzial zurück und verloren fast ebenso schnell in drei Sätzen (0:3). Peter und Thorben oblag es abermals, für die nötige Prise Nervenkitzel zu sorgen. Ob das nun an den Spielstilen der beiden liegt oder schlicht an der Tatsache, dass sie den Eindruck erwecken, gefühlt jedes Doppel sowohl gewinnen als auch verlieren zu können, ist jeder lesenden Person selbst überlassen. Gegen Mogalle/Kück erspielten sie sich jedoch die nötigen zwei Punkte Differenz und sorgten für die heiß ersehnte 2:1-Führung (3:2).

Im oberen PK lieferte sich Uwe ein hochklassiges Match mit Burmester, welches mit Sicherheit fünf Sätze verdient gehabt hätte. Leider vermochte es Uwe nicht, den 3. Satz in der Verlängerung für sich zu entscheiden, was schließlich im 3:1 zugunsten seines Gegenübers mündete. Erwähnenswert hierbei ist, dass es sich bei dieser Niederlage erst um das dritte verlorene Einzel Uwes in der Rückrunde handelte (die vorangegangenen Niederlagen im Übrigen nur gegen Friedeburg). An dieser Stelle kann man Uwe nur zu seiner starken Form beglückwünschen und ihm die „Trainingsmeister“-Medaille der 2. Herren eigentlich auch schon jetzt dauerhaft ausstellen.

Peter zeigte gegen Spiewack, dass ihm die Trainingseinheiten mit den insgesamt sechs Linkshändern aus den ersten zwei Mannschaften gut zu tun scheinen, und belohnte sich ausnahmsweise mal nicht erst im 5. Satz, sondern bereits nach drei Durchgängen (3:0).

Das Duell von Siemer und mir, welches man anderweitig auch gern als „Not gegen Elend“ hätte betiteln können, fand in Ersterem seinen verdienten Sieger, und ich warte somit weiterhin auf den dringend benötigten „Befreiungsschlag“ (0:3). Matze tat sich gegen Raudszus ähnlich schwer wie in der Hinrunde, sollte an diesem Tag jedoch noch weniger Federbälle im Köcher haben, als er es gern täte (dabei hatten wir ihm beim Aufbau extra den schönsten auffindbaren parat gelegt...). In der Folge musste er dem sympathischen Ex-Lunestedter zum nächsten 0:3 gratulieren.

Doch nun schlug abermals die Stunde von Loocki und Thorben, die mit ihren 3:0-Erfolgen über Kück und Mogalle auf 5:4 zur Halbzeit stellten.

Loocki hierbei abermals mit einer absolut souveränen Performance, während Thorben, der bereits im Hinspiel einen 3:0-Erfolg über Mogalle einfahren konnte, noch eine Schippe drauflegen konnte und Letzteren regelrecht überfuhr.

Unbeeindruckt von seiner ersten Niederlage schnibbelte sich Uwe im Duell gegen Kumpel Spiewack zum immens wichtigen 3:2-Erfolg, während Peter und ich chancenlos gegen Burmester und Raudszus waren (jeweils 0:3).

Matze schien sich am Nachbartisch vom Nervenkitzel unseres Dreierdoppels anstecken lassen zu wollen. So lag er bereits 0:2 zurück und konnte im 4. Satz von Glück reden, als Siemer einen Turm als Matchball liegen ließ, ehe sich Matze das Spiel in feinster Manier eines Aals reinwinden konnte (3:2).

Anschließend traf Loocki auf einen deutlich verbesserten Mogalle, welcher auf die Ballsicherheit unseres Rekordhalters für die meisten mannschaftsübergreifenden Einsätze in den letzten Jahren immer die richtige Antwort zu haben schien (1:3). Am Nachbartisch blieb der angesichts des Spielstandes von 7:7 zum Siegen verdammte Thorben reichlich unbeeindruckt und schickte mit seinem 3:0 über Kück Uwe und Loocki ins 5. Entscheidungsdoppel der Saison.

Spätestens hier sollten bei unseren Gegnern am Ende nicht nur die Nerven, sondern auch die Schläger blank liegen, was unserem frisch formierten Einserdoppel ein 3:1 und uns den nächsten 9:7‑Heimerfolg bescheren sollte.

Für uns bedeutet dies vorerst Tabellenplatz 8 und somit gefühlt erstmalig Relegation, statt direktem Abstieg. Für unsere Gäste bedeuten diese zwei Niederlagen gegen uns auch mit aller Wahrscheinlichkeit den direkten Abstieg, was Freunde des Lokalsports und vor allem eines Ligenbetriebs, der sich durch Spaß am Sport und Gemeinschaft und nicht durch die Menge an gezahlten Spieler:innengehältern misst, zurecht traurig stimmen kann.

Passend hierzu ein Kommentar aus Sebaldsbrück: „Lunestedt gegen Hambergen ist einfach ein Dauerbrenner! Schade, dass das kommende Saison aufhört.“

Weiter geht’s am kommenden Samstag um 17 Uhr in Dissen, wo uns abermals ein schweres Spiel bevorsteht.

Bis neulich,
Henning

Spielbericht

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