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2. Herren: Die Zweite lebt! 💚 Lune II holt überlebenswichtige Punkte im Tabellenkeller
Am vergangenen Wochenende galt es für die Zweite noch einmal, alles in die Waagschale zu werfen, um sich für die Rückrunde eine Chance auf den Klassenerhalt zu waren. Hierfür empfingen wir am Freitagabend die derzeit auf dem Relegationsplatz verweilenden Sportsfreunde vom
TSV Lunestedt II vs. TV Hude II 7:9
Schon während der Begrüßung unserer Gäste stellte Matze richtig fest, dass wir im
Niederlagen
Aus den Doppeln schafften wir es, wie leider bislang zu selten in dieser Saison, gut in die Partie zu starten. So dominierten Uwe und Matze Schmitt/Krüger in drei kurzweiligen Sätzen, während Thorben und ich uns der eingespielten Kombination bestehend aus Barghorn/Meißner fast ebenso schnell beugen mussten. Luca und Julia wussten hingegen auf Anhieb zu überzeugen, indem sie Schoppe/Stüber mit 3:1 in ihre Schranken wiesen.
Oben hatte Uwe mit Ausnahme des ersten Satzes nur bedingt die Möglichkeit Akzente gegen Barghorn zu setzen und verlor daher in der Folge in drei glatten Sätzen. Ich zeigte gegen Schmitt ein durchaus solides Spiel, vermochte es jedoch nicht, eine 7:3-Führung im dritten Satz einzutüten, und verlor daher etwas unnötig im Entscheidungssatz (2:3). Matze zauberte nach Startschwierigkeiten im ersten Satz eine flotte Nummer auf den Lunestedter Mehrzweckboden und siegte in vier Sätzen gegen Meißner (3:1). Ebenso von Startschwierigkeiten geplagt war Thorben, welcher zu schnell einem 0:2-Rückstand gegen Schoppe hinterherrennen musste, bevor er sich wieder in die Partie kämpfte, nur um dann undankenswerterweise auch das Nachsehen im Decider zu haben (2:3). Luca bot beim Spiel gegen Krüger ein ähnliches Bild wie schon bei seinem Duell mit dessen Bruder. Im offenen Spiel eigentlich der bessere Mann am Tisch, machten schlussendlich kleine Defizite im Aufschlag-/Rückschlag-Spiel den entscheidenden Unterschied, der schlussendlich in einer 1:3-Niederlage münden sollte. Julia hingegen schien da weiterzumachen, wo sie in der Vorwoche aufgehört hatte, und schlug Stüber teilweise mit dessen eigenen Waffen, bestehend aus cleveren Platzierungen und Tempowechseln, und stellte somit zur Halbzeit mit ihrem 3:1-Erfolg auf den 4:5-Zwischenstand.
Als Uwe und ich in der zweiten Runde wieder an die Tische gingen, war allen klar, dass zwei Einzelpunkte in der ersten Runde zu wenig waren, um hier ernsthaft auf Sieg spielen zu können. Folglich lag es an uns, möglichst schon im oberen PK für ein Break zu sorgen. Im Duell der Uwes, stellte sich Uwe nicht nur seinem Gegenüber, sondern auch seiner Unzufriedenheit über das eigene Spielmaterial. Mit Erfolg: So bekamen sowohl Vorhand-Toppi als auch Noppenbälle mit zunehmender Spieldauer die gewünschte Qualität, die unserem Uwe den verdienten 3:2-Sieg bescheren sollten. Am Nachbartisch lieferte ich mir mit Barghorn ein Linkshänderduell, welches gespickt mit teils sehr kreativen Bällen war. Gelang es mir noch im ersten Satz, ein 6:10 auf ein 12:10 zu meinen Gunsten zu drehen, vergab ich im dritten Satz abermals eine 7:3-Führung zum erhofften 3:0-Erfolg. In der Folge musste ich wieder in den Entscheidungssatz, in dem ich jedoch dieses Mal Konzentration und Flow lang genug aufrechterhalten konnte, um das Match einzutüten (3:2). Leider schienen wir diese knappen Punktgewinne mit einem hohen Preis bezahlen zu müssen. In der Folge verloren Matze und Thorben jeweils knapp mit 1:3 gegen Schoppe bzw. Meißner. Spiele, in denen auf jeden Fall mehr zu holen war und in denen auch mehr geholt werden muss, wenn wir an diesem Tag gewinnen wollen. Unten lieferte sich Luca das nächste haarsträubende Spiel mit Stüber. Nach 0:2 und 4:8 im Fünften stellte Luca doch tatsächlich auf 10:9, vergab daraufhin seinen Matchball, um anschließend bei 10:10 einen Turm liegen zu lassen und bei 10:11 den undankbarsten Netzball des Abends zu kassieren...
Während Julia am Nachbartisch den Versuch unternahm, unserer Mannschaft und dem Entscheidungsdoppel noch die Chance auf ein Unentschieden zu erspielen, schafften es Uwe und Matze nicht, zu ihrem gewohnten Niveau zu finden, und unterlagen in der Folge mit 0:3 gegen Barghorn/Meißner. Zwar zog Julia im Anschluss ihr Spiel gegen Krüger noch in grundsolider Manier an Land (3:1), konnte damit jedoch das 7:9-Endergebnis nach vierstündiger Spielzeit nicht mehr abwenden.
Als Fazit bleibt wohl nur zu sagen: „Haste Scheiße am Schläger, haste Scheiße am Schläger“ oder so ähnlich.
Im Anschluss blieb uns nichts weiter übrig, als unsere Wunden zu lecken, in die nächstgelegenen Kojen zu verschwinden und am kommenden Samstag abermals alles in die Waagschale zu legen.
FC Hambergen vs. TSV Lunestedt II 7:9
Nach der nötigen Prise Schlaf und dem obligatorischen Besuch des Lunestedter Weihnachtsmarkts ging es für uns am Folgetag nach Hambergen, wo es für beide Teams um die vermutlich letzte Chance auf den Klassenerhalt gehen sollte.
Laut meiner Tombolalose standen die Zeichen für diesen wichtigen Tag nicht gut, sollte ich doch Pech im Spiel, dafür aber Glück in der Liebe haben. Glücklicherweise liebe ich sowohl den Verein als auch den TT-Sport, weshalb mir dies kein nachträgliches Unbehagen bescherte und Matze mit einem Paar Socken, Thorben mit einem seiner Körpergröße entsprechenden Ball und ich mit einem Paar Malerpinsel die ersten Gewinne des Tages eintüteten. In Hambergen trotzten wir der dortigen Parkplatznotlage durch den örtlichen Weihnachtsmarkt und beglückten Hüse nachträglich mit einem Kilogramm Baklava zu dessen Geburtstag.
In den Doppeln kamen Arne und ich nicht über insgesamt 15 Punkte gegen Burmester/Spiewack hinaus (0:3). Dankenswerterweise nahm mir Arne in seiner bekannt kollegialen Art den Druck beim Aufschlag, indem er im zweiten Durchgang keinen einzigen der seinen auf die gegnerische Tischhälfte beförderte. Uwe und Matze hingegen schienen nach der Niederlage im Abschlussdoppel des Vortags etwas gutzumachen zu wollen. Mit Erfolg, so gewannen sie in drei deutlichen Sätzen gegen Raudszus/Siemer (3:0). Hüse und Thorben sorgten indes für die 2:1‑Führung, indem sie gegen Mogalle/Kück ein 1:2 noch in einen Sieg ummünzen konnten (3:2).
Ich fand am Nachbartisch durchaus gut in die Partie mit Spiewack, bis ich beim Stand von 4:1 im zweiten Satz einen Turm liegen ließ und ein vermeintliches Ass dem Netz zum Opfer fiel. Wie es dann manchmal (bzw. in meinem Fall leider zu oft) so ist, war der Stecker danach gezogen und ich fand nicht mehr zu meinem Spiel. In der Folge musste ich zum verdienten 1:3 gratulieren. Uwe stand beim Stand von 2:1 gegen Burmester schon kurz vor dem erhofften Einzelpunkt im oberen PK, ehe sein Gegenüber ein für seine Verhältnisse wirklich starkes Mindset an den Tag legte und uns das Spiel noch entriss (2:3). Hüse schien gegen Raudszus beflügelt durch die ihm gebotenen türkischen Spezialitäten und spielte sich mit zunehmender Spieldauer immer besser in die Partie. Aus anfänglich etwas verhaltenen Topspins wurden, vielleicht auch durch Zuspruch durch Überraschungscoach Elger, immer festere Vorhandbomben, die Hüse das Spiel nach Hause bringen lassen sollten (3:1). Matze leistete sich gegen einen angeschlagenen Siemer nur wenige Aussetzer und schnibbelte sich somit zum nächsten 3:1 und uns als Mannschaft zum 4:3-Break. Unten zeigte Arne eine starke Partie gegen Mogalle, bis beim Stand von 2:0 der Faden riss und sich
die Ereignisse
Anschließend kam Uwe gegen Spiewack, ebenso wie ich vor ihm, nicht über ein 1:3 hinaus, während ich gegen Burmester zum ersten Mal in dieser Saison so richtig unter die Räder kam und gefühlt nicht einen einzigen Rückschlag auf den Tisch spielte (0:3). Als Matze dann noch gegen Raudszus so absolut gar nicht ins Spiel zu finden schien und durch seine Niederlage (1:3) auf 5:7 stellte, standen wir bereits mit dem Rücken zur Wand. Hüse und Thorben stellten dann jedoch mit ihren 3:0‑Erfolgen über Siemer und Mogalle auf 7:7 und mischten somit die Karten neu, die Arne in seine absolute Lieblingssituation versetzen sollten: das alles entscheidende Einzel (Hinweis: Ironie). Beim Stand von 0:2 gegen Kück, kam nur die Frage: „Wie ist der Gesamtstand?“ Antwort: „7:7“, Arne: „OK“. In der Folge wuchs Arne über sich hinaus, zog die nächsten drei Sätze auf beeindruckende Art und Weise an Land und belohnte sich selbst mit seinem ersten Einzelerfolg in der Verbandsliga. Wie ein bekannter Tischtennisspieler aus Bayern in Diensten Oldenburgs sagen würde: „Bravo!“
Am Nachbartisch schien dies in Uwe und Matze die entscheidenden Hebel umgelegt zu haben, um beim Stand von 0:1 auf ihr bestes Tischtennis zurückgreifen zu können. Mit cleveren Variationen, Kalkül und dem allseits bekannten Schmunzeln auf den Lippen, zogen sie Spiewack und Burmester langsam, aber sicher den Zahn und sicherten uns den dringend benötigten Siegpunkt zum überlebenswichtigen 9:7.
Meine Niete in der Tombola schien sich demnach bewahrheitet zu haben, und Thorbens Mutter, die mehrfach betonte, dass sie uns an diesem Tag endlich einmal siegen sehen wollte, wurde auch zufrieden gestellt. Nicht zuletzt durch den starken Auftritt des eigenen Sprösslings (Chapeau!). Vielleicht sollte ich künftig zu jedem Spiel Baklava mitbringen, um meine Jungs zu Höchstleistungen zu motivieren. 🤭
Nicht unerwähnt bleiben sollte auch die Unterstützung seitens der Gebrüder Runge, Elgers und dessen Coachings und durch Julia, die sich direkt nach Abpfiff im Weserstadion ins Auto schwang, um Arne zu dessen Heldentat zu schreien (Goldmädchen halt). Vielen Dank für eure nicht selbstverständliche Unterstützung!
Ebenso hoch anrechnen muss man unseren Gastgebern jedoch auch deren enorme Gastfreundlichkeit, die trotz der Trübung durch ihre bittere Niederlage für reichlich Speis und Trank sorgten und mit uns noch eine gute Weile in der Halle verharrten. Zu unserem Glück lang genug, bis Loocki mit dem Vereinsbus noch unverhoffterweise die nötige Infrastruktur herstellen konnte, um Arne, Uwe, Elger und mich zum Oldenbüttler Bahnhof zu befördern, an dem zwar kein Zug, jedoch der Arne und mir bereits bestens bekannte „Fahrende Ritter“ nach Bremen auf uns warten sollte.
Zwar haben wir unser 3-Punkte-Ziel nicht ganz erfüllen können, jedoch mit dem Rücken zur Wand stehend die letztmögliche Rettungsleine ergriffen. Nun heißt es in der Rückrunde, ein paar Schippen draufzupacken und nochmals alles zu mobilisieren, um den Traum vom Klassenerhalt am Leben zu erhalten. Wer weiß, vielleicht tun wir ja am kommenden Samstag dafür bereits einen kleinen Zwischenschritt, wenn es zum letzten Spiel der Hinrunde bei den Jungs von
Bis neulich,
Henning
TSV Lunestedt II - TV Hude II 7:9
FC Hambergen - TSV Lunestedt II 7:9
