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19.09.2026

1. Damen: Unerwarteter Heimsieg gegen Ritterhude

Nachdem wir in Falkenberg deutlich verloren hatten und die uns überlegenen Falkenberger gegen Ritterhude mit 0:10 untergingen, waren die Vorzeichen eigentlich klar: Wir würden chancenlos sein. Jedoch fehlte bei unseren Gästen die Nummer Eins, während unser oberes Paarkreuz durch Eline verstärkt wurde. Und so kam dann alles ganz anders.

Dabei hätte Freia fast nicht zum Spiel antreten können, da sie in der Umkleidekabine mit dem Kopf im neuen Trikot steckengeblieben war. Elisa gab ihr den wertvollen Tipp, vielleicht erstmal die Knopfleiste zu öffnen. Dieses Vorhaben dauerte eine ganze Weile, da sich die Knöpfe nur sehr widerwillig durch die sehr engen Knopflöcher bugsieren ließen.

Unsere Gegnerinnen haderten derweil ausgiebig mit den Bedingungen in der Halle. So wurde mehr Platz eingefordert, weitere Banden mussten herbeigeschafft werden, die Tische wurden zentimeterweise verschoben, die Bälle kritisch beäugt sowie der glatte Boden moniert. Wer die Halle in Ritterhude kennt, wird sich über diese Anspruchshaltung wundern.

Freia, nun vollständig im neuen Trikot gewandet, und ich mühten uns im Doppel, kamen aber nicht so recht in Fahrt. Jula und Eline hingegen holten knapp den ersten Punkt für uns.

In der ersten Einzelrunde reichte es bei Jula nach spannendem Kampf ebenfalls zu einem hauchdünnen Punktgewinn, während Eline eine sichere 2:0-Führung noch aus der Hand gab. Dabei durfte ich als Zählschiedsrichterin Zeugin von Elines stoischem Lächeln werden, das ich sehr vermisst habe. Während ich ob des Spielverlaufs an ihrer Stelle schon dreimal in die Tischkante gebissen hätte, lächelte sie einfach weiter. Von dieser Gelassenheit würde ich mir gerne eine Scheibe abschneiden!

Freia machte in ihrem ersten Einzel mit 3:0 kurzen Prozess, während ich mit einem geschmeidigen 1:11 im ersten Satz nahtlos an meine unterirdische Leistung in Falkenberg anschloss. Auch im zweiten Satz lag ich deutlich zurück und dachte über alternative Hobbys nach, Klöppeln oder Lachyoga zum Beispiel. Allerdings muss plötzlich eine höhere Macht entschieden haben, dass ich dem Tischtennissport erhalten bleiben soll. Denn was nun geschah, ist schwer zu erklären. Zwar gelangen mir durchaus einige passable Bälle, aber erst eine unfassbare Serie von Netz- und Kantenbällen zu meinen Gunsten entnervte meine Gegnerin zusehends. Das habe ich in dem Ausmaß noch nie erlebt. So kam ich völlig unerwartet zu einem Punktgewinn.

Eline und Jula strapazierten die Nerven aller Anwesenden wiederum mit Fünfsatz-Krimis, die sie glücklicherweise für uns entscheiden konnten. Freia hingegen musste, ebenfalls nach fünf Sätzen, ihrer Gegnerin gratulieren. Mir war im letzten Spiel eigentlich alles egal, denn wir hatten bereits gewonnen und ich war mit meinem Punktgewinn mehr als zufrieden. Mit der Einstellung konnte ich locker aufspielen, woraus ein weiterer Sieg resultierte, der sich wie die Kirsche auf der Sahne anfühlte. Selbst mehrere Fehlaufschläge änderten daran nichts. Einer davon wurde leise, aber doch deutlich hörbar mit einem schadenfrohen Lacher von der Bank kommentiert. Absender war mein getreuer Ehemann. Das wird noch ernstes Gespräch zur Folge haben!

Machen wir uns nichts vor, das Spiel hätte locker auch anders ausgehen können. Aber diese Punkte haben wir erst einmal.

Nicole

Spielbericht

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