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1. Damen: Vermasselter Saisonbeginn: Deutliche Niederlage in Falkenberg
So richtig im Flow waren wir bei unserem ersten Spiel in der Landesliga noch nicht. Das zeigte sich schon bei der etwas vogelwilden Anreise zum Auswärtsspiel. Julas Auto stand im Anschluss bei mir, meines wiederum bei Freia und Freia wusste nach dieser verwirrenden Rochade später nicht mehr, dass ihr Wagen vor der Halle in Falkenberg parkte. Darüber hinaus konnte ich mein farblich auf das Auswärtstrikot abgestimmte schwarze Stirnband nicht wiederfinden. Ein ganz schlechtes Omen!
Dementsprechend verlief das Spiel, bei dem es nur zu zwei mageren Punkten reichte. Das eigentlich wenig eingespielte Doppel Jula/Coco konnte sich gegen Falkenbergs Nummer Eins und Zwei mit einer starken Leistung überraschend in fünf Sätzen durchsetzen, während Freia und ich mit 1:3 den Kürzeren zogen. Schon hier gelangen mir einfachste Dinge nicht.
Ein weiterer Punkt ging auf Freias Konto, als sie gegen die gegnerische Nummer Zwei 3:0 gewann. Zuvor musste sie der Nummer Eins von Falkenberg nach fünf Sätzen gratulieren. Das war es leider auch schon. Bezeichnend, dass dabei fünf Einzel ohne jeden Satzgewinn verloren gingen. Außer Freia konnte nur Jula immerhin einen Satz für sich verbuchen. Zumindest Cocos Gesichtsfarbe sah in der stickigen Halle nach Hochleistungssport aus.
Für mich fühlte es sich mal wieder so an, als habe ich zum ersten Mal im Leben einen Schläger in der Hand. Dabei war ich doch sogar schon mehrmals beim Training! Damit können mein Körper und Geist offenbar nicht umgehen. Bei der desolaten Leistung fiel es sogar Freia schwer, in der Satzpause noch aufbauende Worte zu finden. (Freia: „Deine Gegnerin ist aber auch ganz schön gut.“ Ich: „Deshalb muss man aber ja nicht zu zwei und vier verlieren!“ Freia: „Na dann verlierst du den dritten Satz eben zu sechs.“) Immerhin konnte ich diese düstere Prognose um zwei Punkte übertreffen.
Auf dem Rückweg überlegte ich ernsthaft, meine Sporttasche mit Steinen zu beschweren und samt Inhalt in der Wümme zu versenken. Oder besser noch im circa 15 Kilometer tiefen Sankt-Andreas-Graben. Dass es in dieser Liga, insbesondere auch für mich, schwierig werden würde, war abzusehen. Aber derart abgewatscht zu werden, war schon recht frustrierend. Dabei ist Falkenberg vermutlich noch nicht einmal einer der stärkeren Mannschaften in der Staffel.
Aber Jammern hilft nun nicht, Mund abputzen und weiter geht’s. Über meine künftige Trainingsbeteiligung muss ich jedoch erstmal gründlich nachdenken.
Nicole