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2. Herren: Mannschaftsfeier
Nieder mit dem Sommerloch:
Um den Schwung durch die just gewonnene Relegation mitzunehmen, entschlossen wir uns, nicht mal drei Wochen später den kleinen Plastikball ausnahmsweise gegen größere Kaliber einzutauschen, und stellten unser (fehlendes) Geschick auf den lokalen Boule- und Tennisplätzen auf die Probe. Während die Hälfte der Mannschaft einschlägige Tenniserfahrung (und sogar eigene Schläger!!) mitbrachte, waren mit Thorben und meiner Wenigkeit die absoluten „Greenhorns“ am Start. Maui hingegen übte sich als Kommentator und sollte später mit Uwe zu absoluter Höchstform auflaufen. Bei künftig kommentierten Seniorenmeisterschaften durchaus ein Kandidat für den Platz neben Sportsfreund Heinemann. Peter hingegen schonte sich und sparte seine Reserven für die ihn erwartenden Portionen beim Griechen auf.
Während Uwe, Loocki, Hüse und Matze durchaus ansehnliches Tennis auf den Sand zauberten, taten sich Thorben und ich schwer, zuallererst den Ball zu treffen. In Thorbens Fall kam dann noch das Problem mit etwaigen Knoten in den Gliedmaßen zutage, während ich verdutzt realisierte, wie wenig Kraft in diesem Sport benötigt wird. Mit meiner „Technik“ schien ich jedenfalls eher für Baseball prädestiniert zu sein, sammelte letztlich aber Punkte als Balljunge. Dumm nur, dass Tennisbälle anscheinend deutlich kürzer gespielt werden als Tischtennisbälle (besonders wenn sie von Matti gespielt werden...) und mein Engagement somit mehr oder weniger für die Katz war.
Kurze Zeit später stießen auch schon Edeljoker Arne und Tiger zum Rudel und vertrieben mit ihrer Ankunft die von Teilen der Mannschaft gefürchtete Gewitterfront. Nach ein paar isotonischen Erfrischungsgetränken, ein paar Exkursionen ins Unterholz und der obligatorischen Mannschaftsdusche, ging es dann zum Lunestedter Griechen, wo auch schon Peter und Julia auf uns warten sollten.
Wir wussten den Anlass zu nutzen und verabschiedeten Loocki, welcher nach
Mit vollen Bäuchen, ging es für einen Teil der Band ins letzte Drittel (oder doch eher dritte Viertel?), um unsere zuvor unterbrochene Boulepartie zu einem Abschluss zu bringen. Hier wurde zum einen unter Beweis gestellt, dass Uwes Ballgefühl unabhängig von dessen Größe und Gewicht zu sein scheint, Tiger im Dunkeln auch mit Brille nicht sonderlich gut sehen kann und dass Kopflampen für eine nächtliche Boulepartie durchaus ein gutes Hilfsmittel wären.
Als sich unsere Wege schließlich trennen sollten, stießen wir, wie so oft, auf Probleme. Während Uwe den Absprung in die nahegelegene Koje mit aller Bravour meisterte, versuchte sich Matze ausnahmsweise an einer Fahrt mit der mir ach so bekannten Wild-West-Bahn. Der Erfolg blieb aus. Trotz ehrlich gelöster Fahrkarte für sage und schreibe eine Station, sollte an dieser Nacht kein Zug mehr in Lunestedt halten. Der in der App angezeigte Zug, welcher angeblich während unserer Anwesenheit Lunestedt passiert haben sollte, entpuppte sich nach einem kurzweiligen Telefonat mit einer verschlafen klingenden Dame als Phantom, und ließ uns folglich als Gestrandete zurück. Unser Glück sollte wie so oft an Loocki geknüpft sein, der gemeinsam mit Thorben, Arne und Tiger den Traditionen der dritten Mannschaft im Partyraum des Letzteren frönte. So ging es also auch für Matze und mich ins letzte Viertel, welches letztlich darin mündete, dass sich Matze mit Ende 30 auch nach der Geisterstunde noch von Vaddern abholen ließ, während Tiger und ich uns auf die gemeinsamen Nächte in Grenzau einschworen.
Wie es dort lief, gibt's demnächst zu lesen.
Bis neulich,
Henning