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Senioren-WM 2026 in Südkorea
Wenn einer eine Reise tut...
So oder ähnlich geht das Sprichwort. Wenn aber gleich zwei völlig verrückte TT-Enthusiasten so etwas Ähnliches wie eine Reise um die halbe Welt unternehmen, um Ping-Pong zu spielen, dann ist das schon ein wenig schräg.
Nun, Thorsten und ich waren dabei, als in Gangneung die Weltmeisterschaft der Oldies eröffnet wurde. Dabei verlief schon die Anfahrt leicht holperig. Aus unerklärlichen Gründen verlor die Nordwestbahn auf der Riesenstrecke nach Bremen ca. 40 Minuten, die Gepäckkontrolle auf dem Riesenflughafen in Bremen verzögerte sich um etwa eine Stunde. Immerhin hob der Flieger Richtung Istanbul pünktlich ab, für einen Schreckmoment sorgte dann dort die Ankündigung, dass sich der Weiterflug um drei Stunden verzögern würde (von 1.30 Uhr auf 4.30 Uhr).
Da wir zwei Nächte vorweg gebucht hatten, stand ein ausführliches Besucherprogramm auf der Agenda. Erstes Ziel: der alte Kaiserpalast Gyeongbokgung (kennt doch jeder!!). Schön, dass Senioren über 65 freien Eintritt hatten (die Koreaner ehren noch das Alter), beeindruckend die vielen koreanischen (Ehe)-Paare in ihren traditionellen Gewändern. Bedingt durch den Nationalfeiertag (6.6.) konnten wir in der Fußgängerzone anschließend zwei Stunden lang die farbenprächtigen Trachten/Umzüge bewundern. Das Kontrastprogramm lieferte der Seoul Sky Tower (oder Lotte-Tower) mit Biergetränk in
Der Transfer von Seoul zur Austragungsstätte Gangneung verlief glatt, auch wenn der zeitliche Rahmen (
Der erste Einzelspieltag verlief relativ erfolgreich, wir konnten uns für die Hauptrunde qualifizieren. Thorsten unterlag lediglich einem starken Franzosen, ich erwischte eine recht ausgeglichene Gruppe, konnte mich aber als Gruppenerster durchsetzen. Zum Abend die gleiche Prozedur und die Feststellung, dass nur wenige Koreaner wirklich Englisch beherrschen. Folge: Unsere Essensbestellungen glichen eher einem Blindflug.
Der Doppel-/Mixedspieltag bedeutete vollen Einsatz. Thorsten, mit dem einzigen Deutsch sprechenden Koreaner, lieferte sich tolle Duelle und konnte die Gruppe als Dritter abschließen. Sein überaus netter Partner hatte
Im Mixed fanden wir uns beide in der Consolation wieder. Thorsten gewann mit seiner Partnerin
Der spielfreie Dienstag trieb uns an die lange Strandmeile von Gangneung, wo Thorsten die Wärme des Pazifiks austesten musste.
Mit der KO-Runde im Einzel ging es dann am nächsten Tag weiter. Thorsten hatte durchaus seine Chancen, spielte einen Satz gut, das reichte aber nicht zum Weiterkommen. Unsereiner hatte seine gute Form konserviert, erreichte das Achtelfinale und musste gegen einen kanadischen Chinesen mit 2:3 die Segel streichen.
Abends im Marktgebiet wieder die Blindbestellung, Hilfe von vier Koreanerinnen bekommen, keine wusste etwas mit Germany/Deutschland anzufangen. Den Abschluss bildete ein achtteiliges koreanisches Biertasting, wobei die Sprachkenntnisse keine große Rolle spielten.
Die sportlichen Wettkämpfe endeten für uns, was die Doppelspiele betraf, am Donnerstag in der ersten Runde. Lediglich meine brasilianische Mixedpartnerin lief zur Höchstform auf und sorgte mit ihren Fehlaufschlägen für Heiterkeit. Zu ihrer Entschuldigung sei gesagt, dass sie noch nie Doppel gespielt hatte und das Wechseln im Spiel für sie Neuland war. Immerhin, wir gewannen zweimal 3:2 und scheiterten anschließend in vier Sätzen. Damit war klar, dass wir am letzten Tag der WM nicht mehr aufzuschlagen brauchten.
Wir nutzten die Gelegenheit, noch einmal Gangneung näher unter die Lupe zu nehmen. Und siehe da, eine günstige Taxifahrt führte uns ins Zentrum, wo neben einem riesigen Markt eine ausgedehnte Fußgängerzone zum Verweilen einlud. Den Abschluss bildete ein gemütlicher Abend auf der Terrasse unseres Hotels.
Am nächsten Morgen begann der touristische Teil unseres Abenteuers. Wieder
Von Tokio aus musste erst einmal der „Heilige Berg“ der Japaner, der Fujiyama, in Augenschein genommen werden. Dazu übernachteten wir an dessen Ausläufer für eine Nacht in einem anderen Hotel. Hinzukam das umfangreiche Ausflugsprogramm dieses Tages: Skywalk (Hängebrücke), Seefahrt auf dem Ashia See, Seilbahn zum stinkenden Schwefelberg. Und immer mit Sicht auf dieses Heiligtum. Wir konnten bei herrlichstem Wetter den Blick genießen, bei knapp
Natürlich kann man so eine kleine Stadt wie Tokio (ca.
Volkmar
| Senioren 55 | ||
| Einzel | 65. Platz | Thorsten Winter |
| Doppel | TR 33. Platz | Thorsten Winter / |
| Mixed | TR 33. Platz | Thorsten Winter / |
| Senioren 75 | ||
| Einzel | 9. Platz | Volkmar Runge |
| Doppel | 17. Platz | Volkmar Runge / |
| Mixed | TR 5. Platz | Volkmar Runge / |
Südkorea: Seoul





Südkorea: WM in Gangneung









Japan: Kyōto, Osaka








Japan: Tokio, Fuji






