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21.02.2026

2. Herren: Zwote dreht nach Horrorstart Kellerduell gegen Hude III

TSV Lunestedt II – TV Hude III 9:7

Am vergangenen Freitagabend empfingen wir die dritte Vertretung des TV Hude, gegen die wir in der Hinrunde eine schmerzhafte 6:9-Niederlage verbuchen mussten, die unsere Hinrunde einwandfrei widerspiegelt.

Während Matze, der leider bereits im Hinspiel krankheitsbedingt ausgefallen war (Kinder scheinen wirklich das beste Training für das Immunsystem zu sein...), frisch genesen wieder zur Mannschaft stieß, bot Hude dieselben Sechs wie im Hinspiel auf.

Peter, der aufgrund der für ihn ungewohnt späten Spielzeit mit Müdigkeit zu kämpfen hatte, stand quasi sinnbildlich für unsere Leistung in den Doppeln. Was folgen sollte, war ein böses Erwachen:

Uwe und Matze gaben gegen das Konter-/Schussbataillon, bestehend aus Engels und Stüber, eine komfortable 2:0-Führung aus der Hand (2:3)

Peter und Thorben spielten über lange Strecken abermals ausgeglichen gegen das gegnerische Topdoppel Scherf/Gerken, verloren aber zu oft den Faden und verloren in Folge (1:3)
Bei Loocki und mir kam gegen Meißner/Krüger gefühlt erst gar kein Faden zustande. So konnten wir lediglich einen der ersten drei knappen Sätze für uns verbuchen und verloren letztlich unter Wert gegen ein gut aufgelegtes Dreierdoppel der Gäste.

Dass Uwe daraufhin in gefühlter Rekordzeit gegen Scherf gewann (3:0), brachte uns zwar auf 1:3 heran, jedoch ist ein 0:3 aus den Doppeln in der Regel eine äußerst teure Hypothek. Peter, der zu Beginn gegen Engels noch mit dem Aufwachen beschäftigt war, wurde vermutlich aufgrund der explosiven Energie unseres Gegners wachgerüttelt. Leider schaffte er es dieses Mal nicht, wie so oft, in den 5. Satz, war jedoch, um es mit Engels Worten zu sagen, fortan, „auf Gefechtsstation“!

In der Mitte zeigte mir Gerken eindrucksvoll auf, dass dieser momentan deutlich mehr Gefühl in seiner linken Hand besitzt als ich, und schickte mich folglich in drei kurzweiligen Sätzen aus der Box. Matze hingegen schnibbelte sich gegen Stüber zu einem 3:1-Erfolg und machte somit die Bühne frei für unser unteres Paarkreuz, welches bereits am vergangenen Wochenende für die Dritte komplett einschlug!

Dennis leckte nach verlorenem ersten Satz und einer Unsportlichkeit der Gäste mächtig Blut, was sich in Form von immer deutlicheren Satzgewinnen und einem immer leiser werdenden Krüger manifestierte (3:1). Thorben zeigte gegen Meißner eine für unseren Mannschaftsjüngsten wirklich unaufgeregt wirkende Partie und spielte sich somit zu einem soliden 3:0-Erfolg.

4:5 zur Halbzeit, wir in Schlagdistanz und der absoluten Notwendigkeit zu gewinnen, und Hude mit der Chance gegen uns, nicht nur den bisher einzigen, sondern auch den zweiten Saisonsieg zu feiern.

Oben gab Engels zu bekunden, dass ihm Linkshänder ja allgemein schon nicht liegen würden (mich nehmen wir mit Blick auf das Hinspiel mal aus der Rechnung), aber: „Ein Satz gegen Uwe muss wirklich mal drin sein, Engels!“ Uwe schien etwas dagegen zu haben, zog den einzig knappen Satz an Land (3:0) und stellte somit auf 5:5. Peter feuerte nach kurzem Nickerchen im ersten Satz aus allen Lagen und brachte uns somit die erste Führung des Abends ein (3:1 gegen Scherf). Leider war diese nicht von kurzer Dauer, da mir von Stüber nach gewonnenem Auftaktsatz langsam aber sicher die letzten Zähne gezogen wurden (1:3) und Matze, den ich normalerweise als Bank gegen Linkshänder verbuchen würde, zu viele Chancen gegen Gerken ausließ (2:3).

Beim Zwischenstand von 6:7 und mit dem Rücken zur Wand, lag es also abermals an Loocki und Thorben, den Karren aus dem Dreck zu ziehen, und es Uwe und Matze zu ermöglichen, jedem zu zeigen, wie gut sie Schlussdoppel spielen können.

Was soll ich sagen, sie schafften es auf beeindruckende Art und Weise. Loocki abermals mit jeder Menge Kampfgeist und den längsten Ballwechseln des Abends gegen Meißner (3:1) und Thorben mit einer Leistung von einem anderen Stern, die Sportsfreund Arne Gebken mit Sicherheit als „Pro-Tour-Modus“ verbucht hätte, gegen Krüger (3:0).

Beim Stand von 8:7 ging es für Uwe und Matze stellvertretend für uns nun buchstäblich um alles oder nichts. Scherf und insbesondere Gerken schienen jedoch mehr als gewillt, die nötige Prise Salz zu streuen, um uns die Suppe zu versalzen. Schlussendlich sollte es der 4. Satz sein, der dieses Punktspiel zu einer runden Geschichte machen sollte. 1:6 lagen die beiden schon zurück, ließen 3–4 „Türme“ liegen, erarbeiteten sich dennoch Matchbälle, wehrten Satzbälle ab, nur um schlussendlich mit 14:12 den 9:7-Sieg einzutüten.

Mit diesem Sieg im Rücken sind wir jetzt endgültig in Schlagdistanz zum Relegationsplatz und dem noch heißer begehrten 7. Platz. In weniger als zwei Wochen steht die nächste wegweisende Partie gegen Hambergen an, in der abermals nichts anderes als ein Sieg zählt. Hierfür werden wir uns mit Sicherheit aber nicht ausschließlich auf die Souveränität unseres formstarken Einsers und des unteren PKs verlassen dürfen und müssen vor allem in den Doppeln unsere Hausaufgaben machen.

Ich hoffe in der Zwischenzeit, dass etwas von Uwes übermäßigem Ballgefühl im Training auf mich abperlt, und würde mich stellvertretend für die Mannschaft umso mehr freuen, wenn die Halle am 07.03. um 15 Uhr richtig schön voll wird.

Bis neulich,
Henning

Spielbericht

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