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10.09.2023

Saisonauftakt mit Luft nach oben: 2. Damen verliert 4:8 in Sebaldsbrück

Bei strahlendem Sonnenschein und dem Gefühl, jetzt eigentlich auch etwas Besseres machen zu können, begaben wir uns zunächst ein wenig unwillig auf die Strecke. Aber der Appetit kommt bekanntlich beim Essen und die Freude am Tischtennis beim Spielen.

Erstmalig hatten wir unseren jungen Neuzugang Johanna Bonev an Bord. Da unsere Zusammensetzung so nun völlig neu und ungewohnt war, mussten wir uns zunächst einmal über die Formierung der Doppel Gedanken machen. Johanna erklärte im Laufe der Hinfahrt leichthin, dass sie das Fach Deutsch langweilig finden würde, woraufhin ein Doppel mit der anwesenden Deutsch-Lehrkraft von der Mannschaftsführerin schon einmal ausgeschlossen wurde. Aber es gab ja noch weitere Möglichkeiten, dazu später mehr. Weiterhin prognostizierte unser Jungspund mit jugendlichem Leichtsinn einen Kantersieg für uns. Nun, es kam anders.

Während wir in der letzten Saison auswärts ein Spiel bei arktischen Hallentemperaturen von 13 Grad bestritten hatten, fanden wir uns dieses Mal auf der anderen Seite der Temperaturen-Skala wieder. Wir fühlten uns wie in einer Sauna, in der irgendein Witzbold wohl gerade einen frischen Aufguss veranlasst hatte. Beim Einspielen fanden wir zudem eine tote Motte auf dem Fußboden. Spekulationen darüber, wem sie aus den zu lange im Kleiderschrank gelagerten Tischtennis-Klamotten gerieselt sein mochte, verliefen im Sande, wobei es nach wie vor eine Hauptverdächtige gibt.

Zu einer Premiere kam es nun bei den eingangs erwähnten Doppeln, da Frauke und ich erstmalig zusammen antraten. Fraukes Aussage „Heute muss ich besonders überlegen, wie ich mich bewege.“ bezog sich dabei angeblich auf die Wärme in der Halle und nicht darauf, dass ihre Doppelpartnerin möglicherweise im Weg stehen könnte. Wir kamen dann aber auch erstaunlich gut miteinander zurecht und ließen unsere Gegnerinnen nicht mal zu einem Satzgewinn kommen. Es reicht also offenbar, wenn eine von uns beiden sich bewegt.

Johanna und Ingeborg verkauften sich in Satz 1 und 3 recht teuer, konnten aber letztlich keinen Satz für sich entscheiden.

Überraschend gingen wir anschließend nach den ersten Einzeln mit 3:1 in Führung, da sowohl Frauke als auch ich unsere eigentlich favorisierten Kontrahentinnen bezwingen konnten. Die sonst starke gegnerische Nr. 1, Johanna Abbes, konnte mit Fraukes Noppen überhaupt nichts anfangen und Frauke machte, wie auch schon im Doppel, ein richtig gutes Spiel. Auch ich traf in meinem Einzel ganz ordentlich und wunderte mich, wo so manch ein Schlag plötzlich herkam. Wenn ich so konstant spielen könnte…nicht auszudenken!

Das war es dann aber auch schon fast mit unserer Herrlichkeit. Johanna agierte zunächst noch etwas ungestüm, kam dann aber besser ins Spiel und konnte in ihrem ersten Einzel einen Satz knapp für sich entscheiden. In ihrem zweiten Einzel störte, neben der leider wirklich guten Gegnerin, obendrein auch noch ein von einem Müsli-Riegel im Hals festsitzendes Korn. Das klappt beim nächsten Mal bestimmt besser.

Ingeborg, von ihren Spielen in der siebten Herrenmannschaft bereits gestählt (oder geschwächt?) gelang ebenfalls kein Punktgewinn, wobei sie in einer Satzpause versicherte, niemals aufzugeben. Aber auch diese Terrier-Qualitäten halfen ihr dieses Mal nicht.

Einen Ehrenpunkt konnte ich noch beisteuern, wobei ich nach einer 2:0-Führung den dritten Satz verlor. Die Befürchtung lag nahe, wie schon so oft, nun noch das ganze Spiel zu verlieren, weshalb ich zu Frauke sagte: „Nun wird es wieder brenzlig.“ Frauke: „Der Kopf, oder?“ Ich: „Ja, aber auch der Körper.“ Das anschießende Gelächter half vielleicht dabei, eine gewisse Lockerheit zu bewahren und das Spiel doch zu gewinnen. Insgesamt waren unsere sympathischen Gastgeberinnen aber einfach zu stark und sehr ausgeglichen besetzt.

Nicole

Spielbericht

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