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25.02.2023

5. Herren: ... und dann bekamen wir alle was auf die Ohren!!!

TSV Lunestedt V - TSV Wulsdorf 9:4

Am Morgen danach...

Ich stehe leise auf und unsere Katzen begrüßen mich mit ihrem morgendlichen einschmeichelnden warmen Schnurren. Aber es hört sich heute irgendwie anders an.

Ich schlendere raus auf die einladende Terrasse und das vertraute und wohltuende Gezwitscher der Vögel begrüßt mich und den neuen Tag. Aber auch diese lieblichen Geräusche klingen als hätte ich einen Pfropf oder Watte im Ohr...

Was war passiert? Waren wir gestern noch in einer dröhnenden Disko? Nein, schlimmer noch!!! Wir spielten unser Heim-Punktspiel gegen Wulsdorf und die Dritte hatte neben uns Lamstedt zu Gast!

Ja, dann alles mal der Reihe nach...

Nach unserem Kantersieg am Montag gegen Sandstedt war alles fokussiert auf das gestrige Spitzenspiel.

Wie im letzten Bericht ausgeführt übten wir uns in der Woche schon in positiver Ausstrahlung. Und ich glaube wir dachten auch viele Male an den blauen Eisbären...

Das Kribbeln nahm stündlich zu - stand gestern ja schließlich das Gipfeltreffen gegen Wulsdorf auf den Spielplan. Wir als Tabellenführer und ungeschlagen in der Hinrunde gegen die bisher immer siegreiche Mannschaft der Rückrunde. Viel mehr geht nicht!

Die Nerven waren schon kurz nach Beginn bis zum Anschlag gereizt und die immer dichter werdende Atmosphäre unseres Lune-Zuhauses tat ihr Übriges. Der Lärmpegel nahm von Spiel zu Spiel zu.

"Stille-Fuchs-Phasen" zwischendurch gab es so gut wie gar nicht mehr. Es schien als wolle sich jeder der vier Mannschaften die sich in der Halle beengt duellierten nicht nur spielerisch sondern auch schreiend überbieten. Die Geräuschkulisse wurde immer aufgeladener und ohrenbetäubender...

Apropos ohrenbetäubender - was verseht man eigentlich darunter?

Wie wir ja alle wissen empfängt das menschliche Ohr zu jeder Zeit Geräusche als Schallwellen, die über die Luft ans Ohr zu rund 15.000 Hörzellen gelangen. Von dort gelangen die Signale ins Gehirn.

Das Maß für die Lautstärke ist der Schalldruck per Dezibel (dB). So weit so gut.

Lautstärken bis 50 dB sind für uns allgemein erträglich. Bei rund 100 dB ist die Unbehaglichkeitsgrenze und bei etwa 120 dB die Schmerzgrenze erreicht.

Wichtig ist, dass 100 dB nicht doppelt so laut sind wie 50 dB. Die Wahrnehmung der Lautstärke ist zwar immer subjektiv und hängt auch vom eigenen Hörvermögen ab, doch grundsätzlich wird gesagt, dass eine Zunahme von 10 dB etwa einer gefühlten Verdoppelung der empfundenen Lautstärke entspricht. Dementsprechend wären 60 dB doppelt so laut wie 50 dB. Hier einige Beispiele für Umgebungsgeräusche:

10 dBTicken einer Uhr
40 dBGespräch mit normaler Stimme
55 dBNormalen Straßenverkehr
60 dBGespräch mit ziemlich lauter Stimme
70 dBMotorrad
95 dBKreissäge
100 dBVerpflichtung zu schreien um gehört zu werden
100 dBLärmpegel in Kitas
115 dBLauteste Schreie
120 dBStartendes Düsenflugzeug in 25m Nähe

Das lauteste Geräusch das je gemessen wurde ist - erstaunlicherweise also nicht der Urschrei im Lunestedter Spieltempel - ein Vulkanausbruch des Tambora. Er betrug ca. 320 dB und hatte die Sprengkraft von ungefähr 170.000 Hiroshimabomben! Die Druckwelle war noch in 15.000 km zu spüren.

Übrigens: Ab 40 dB haben Untersuchungen ergeben, treten Lern- und Konzentrationsstörungen auf. Lautstärken ab 80 dB können das Gehör dauerhaft schädigen und ab 120 dB das Trommelfell platzen lassen.

Kommen wir jetzt zurück zu unserem Spiel und ich versuche den roten Faden wieder aufzunehmen...

Wir erhofften uns, dass unsere oft siegbringenden Doppel wieder eine erste Vorentscheidung bringen könnten. Hatten wir doch im Hinspiel alle 3 Doppel glücklich und heiß umkämpft jeweils mit 3:2 Sätzen gewonnen. Unsere Doppel 1 und 3 gaben sich keine Blöße und siegten souverän. Unser Doppel 2 hielt gegen das gegnerische Doppel 1 mit ihren beiden Spitzenspielern nicht nur gut mit, sondern hatte durchaus Siegeschancen - musste sich dann doch im 5. Satz knapp geschlagen geben. Trotzdem ein guter Start und es sollte noch besser kommen...

In den Einzeln folgten schier unglaubliche 5 Siege für uns in Folge. Besonders hervorzuheben war dabei das sensationelle Spiel von unserem Käpt'n Iglo ...äh Frosta... äh Tobias, das uns von den Bänken riss. Gegen Michael Kamjunke - dem Maß aller Dinge in der Kreisliga - zeigte er sein bestes Spiel.

Zwischendurch gab es dann in den Spielen bei uns und bei der Dritten immer wieder wie eingangs erwähnt Unruhe, Verzweiflungsschreie, Gegröhle, Siegesekstasen, Urschreie etc. Sogar punktspielübergreifend ging man sich schreiend an. Es war schon ein besonderes Spektakel...

Ich werde für das nächste Mal ein Dezibelmesser kaufen. Ich glaube die erforschten höchst gesundheitsschädlichen Schreigeräusche von 115 dB haben wir gestern locker geknackt. Auch mal wieder ein Rekord...

Die Punktspiele gingen irgendwie immer weiter, obwohl im Einzelfall auch nicht mehr weitergespielt werden wollte...

Von 7:1, über 7:3 siegten wir tatsächlich 9:4! Es war mal wieder ein besonderes Punktspiel mit einer tollen Mannschaftsleistung!!!

Somit bekamen wir nichts auf die Mütze sondern nur alle was auf die Ohren!

Jetzt müssen wir uns erst einmal erholen und haben 4 Wochen Punktspielpause...

Liebe Grüße besonders wieder auch an unsere Lieben und bitte ein klein bisschen lauter sprechen.

Augenzwinkernd, Euer Thomas

Spielbericht

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